Networking für Führungskräfte

Lesedauer: 6 Minuten | Kategorie: Networking | Thema: Networking für Führungskräfte

Gerade für Top-Führungskräfte ist Networking ein entscheidender Erfolgsfaktor für ihre Karriere. Ob es darum geht, die eigene Sichtbarkeit im Topmanagement-Umfeld zu erhöhen, neue Jobchancen zu erhalten oder sich gezielt mit anderen Führungspersonen auf Augenhöhe auszutauschen – die richtigen Kontakte sind dabei enorm wichtig.

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Ein Beitrag von: Donata Lingenthal
Donata Lingenthal ist Senior Relationship Manager & Partner bei The Boardroom und Networking-Expertin für Top-Führungskräfte.

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Unterschätzen Sie nicht die Wertschätzung im Networking

Die Qualität eines beruflichen Netzwerks zeigt sich oft erst dann, wenn Führungskräfte auf Unterstützung angewiesen sind. Beispielsweise in Situationen, in denen sie sich beruflich verändern möchten oder neu orientieren müssen. Genau in diesen Momenten stellt man fest, ob das eigene Netzwerk der angestrebten Veränderung im Topmanagement wirklich helfen kann. Nicht wenige haben in ihrer beruflichen Neuorientierung, ohne die richtigen Kontakte, das Gefühl plötzlich Bittsteller zu sein. Schließlich werden viele Top-Positionen nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern im verdeckten Arbeitsmarkt oder über persönliche Empfehlungen vermittelt. Dann spielt das berufliche Netzwerk für Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Es bietet einen großen Nutzen, wenn man es zuvor langfristig, wertschätzend und qualitativ aufgebaut sowie gepflegt hat. „Netzwerkarbeit“ fängt an, lange bevor Sie ihre Führungsposition wechseln wollen oder müssen und sich in einer ungewohnten Bewerbungssituation befinden.

Ebenso wichtig:

Ist man in persönlicher Veränderung, zeigt sich, ob das bisher aufgebaute Netzwerk stark an die Position im Unternehmen geknüpft ist oder – im optimalen Fall – an die eigene Person.

Wie Sie Ihr berufliches Netzwerk als Top-Führungskraft optimal nutzen

In vielen Fällen beobachte ich, dass sich Networking nur auf das eigene Unternehmen und damit verbundene Zielgruppen beschränkt. Gerade dies ist ein großer Fehler, denn viele unterschätzen häufig eins: Ist die Position weg, ist auch das Netzwerk weg. Doch eine gute Vernetzung im Topmanagement ist mehr als nur ein Karrierewerkzeug. Networking für Führungskräfte sollte nach meiner Ansicht auf Wertschätzung basieren. Wenn Sie Ihre Mitmenschen schätzen und respektieren, knüpfen Sie ein starkes Netzwerk aus vertrauenswürdigen Kontakten. Dabei halte ich es für wichtig, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Überlegen Sie sich, wie Sie anderen einen Mehrwert bieten können, bevor Sie selbst Hilfe brauchen. Im Gegenzug stehen Ihnen Andere sicherlich auch gerne zur Seite. Somit wird sich das Gefühl des Bittstellers oder Hemmungen zur Kontaktaufnahme verringern.

Grundsätzlich sollte wertschätzendes Networking als Chance und nicht als Last empfunden werden. Denn dieser „Aufwand“ kann nicht nur dabei helfen, verdeckte Jobchancen im Topmanagement zu ermitteln. Weiterhin können auch wertvolle Kontakte zu anderen Führungskräften geknüpft werden. Zum einen bietet es die Möglichkeit, sich mit anderen Führungskräften auszutauschen. Denn viele haben ähnliche Herausforderungen und Erfahrungen wie Sie. Zum anderen können Sie neue Perspektiven gewinnen, sich gegenseitig motivieren oder weitere Inspirationen und Feedback bekommen. Häufig stellen wir in unserer Karriereberatung bei fast allen Klienten fest, dass sie dies für einen der größten Mehrwerte von The Boardroom halten. Die meisten schätzen nicht nur unsere hochkarätigen und vielfältigen Business Kontakte, sondern auch unsere Networking Events, Webinare und Retreats. Dies können Sie in den Erfahrungsberichten unserer Klienten lesen. Zudem halten wir den wertschätzenden Austausch der Klienten untereinander in unserem Executive Coaching für sehr wichtig. Darüber hinaus sind wir noch mit vielen als Alumni weiterhin persönlich in Kontakt.

Um Ihr berufliches Netzwerk als Top-Führungskraft also optimal zu nutzen, sollte ihr Networking an die eigene Person gekoppelt sein. Mit Ihrer Persönlichkeit und einem Personal Branding Profil (Wofür stehen Sie? Was können Sie Ihrem Netzwerk bieten?) knüpfen Sie strategisch und nachhaltig Kontakte.


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Die Kunst des Networking: Wertvolle Kontakte langfristig pflegen

Das Erfolgreichste beim Netzwerken ist: Dranbleiben und selbst auch zu geben.

Dies bedeutet, dass Sie nicht nur neue Kontakte knüpfen, sondern auch wertvolle Kontakte aufrechterhalten sollten.

Fünf goldene Regeln zum Networking für Führungskräfte:

1) Wählen Sie Kontakte sorgfältig und strategisch aus. Qualität geht vor Quantität! Um einen Mehrwert und neue Ideen zu erhalten, sollten Sie außerdem solche Kontakte knüpfen, die Ihre Fähigkeiten ergänzen. Dabei ist es meiner Ansicht nach auch hilfreich, sich im Rahmen von (Reverse) Mentoring mit jüngeren Führungskräften auszutauschen.

2) Seien Sie präsent und signalisieren Sie regelmäßig Ihre Wertschätzung. Gehen Sie auf Leute zu und fragen, wie es ihnen geht (ganz ohne Hintergedanken). Oder schreiben Sie zu Geburtstagen und Weihnachten, am besten richtige Karten aus Papier mit Füller. Fast schon eine Seltenheit, wo vieles in mittlerweile virtuellen Zeiten unverbindlicher wird oder wegfällt.

3) Zeigen Sie Initiative und seien Sie mutig. Verweilen Sie nicht in ihrer Komfortzone. Dazu gehört auch Mut, um weiterzukommen. Es ist leichter, Menschen anzusprechen, wenn Sie sich vorher auf ein Treffen vorbereiten. Ebenso können Sie überlegen, was eine gemeinsame Verbindung sein könnte. Zum Beispiel ein Alumni-Netzwerk oder ein Sportverein. Dies hat etwas Verbindlicheres und sorgt für einen Vertrauensvorsprung.

4) Seien Sie hilfsbereit und bieten Sie Ihre Unterstützung an. Überlegen Sie, wie und wem Sie Ihr eigenes Netzwerk zur Verfügung stellen. Zum Beispiel, indem Sie Ihnen bekannte Menschen durch ein passendes Thema miteinander verbinden. Oder Menschen ohne viel Aufwand zum Austauschen einladen. Beispielsweise auf einen virtuellen Kaffee oder zum Essen vor Ort.

5) Nutzen Sie verschiedene Kanäle und Event-Formate. Ob E-Mails, Telefonate, soziale Medien, virtuelle oder physische Treffen: Es kann sinnvoll sein, verschiedene Kanäle zu nutzen. So können Sie Ihr Netzwerk diversifizieren und unterschiedliche Zielgruppen erreichen.

Ergänzend zum letzten Punkt: Vor allem, wenn Sie sich für ein Mandat im Aufsichtsrat oder Beirat interessieren, sind physische Treffen und wertvolle Kontakte unerlässlich. Identifizieren Sie passende Veranstaltungen und gehen Sie auf jeden Fall hin. Letztendlich kann man sich nicht auf ein Mandat bewerben, denn man muss für das Netzwerk sichtbar sein.

Und wie netzwerken Jüngere der Generation Z?

Häufig wurde mir in Gesprächen gesagt: „Wir sind einfach mit den sozialen Netzwerken groß geworden“. Denn sie schreiben zum Beispiel jeden von Interesse bei LinkedIn an. Hier besteht kaum eine Hemmschwelle, da vor allem Online-Netzwerken zum Alltag gehört. Und physische Treffen? Dazu lautete die Antwort in etwa: Wenn es sich im Alltag einrichten lässt. So habe ich auch schon mitbekommen, dass im Sinne von „workation“ Networking Gespräche nachmittags auf dem Spielplatz stattgefunden haben.

Manche entwickeln auch eine kreative Networking-Strategie, wie zum Beispiel eine TikTokerin, deren Video zum viralen Erfolg wurde. In ihrem Video erklärt sie, wie man mit „Corporate Flirting“ erfolgreicher im Job sein kann. Das hat nichts mit Flirten an sich zu tun, sondern ist ein „Networking-Hack“. Es dient dazu, mit älteren Führungskräften oder Mentoren in den ersten Kontakt zu treten und dann um Rat zu fragen. Dabei wird eine einfache Frage gestellt und dann eine situationsbezogene humorvolle Antwort gegeben. Diese zeigt, dass man zugehört hat und den Kontext verstanden hat.

Fazit: Networking für Führungskräfte bedeutet Geben und Nehmen

Zum einen ist Networking im Topmanagement nicht nur Mittel zum Zweck für die eigene Karriereentwicklung, sondern hat auch sehr viel mit Wertschätzung zu tun. Dazu gehören Geben und Nehmen in gleicher Weise. Wenn Sie in entscheidenden Situationen wie einer beruflichen Neuorientierung Unterstützung von anderen benötigen, sollten Sie sich auch schon im Vorfeld überlegen, wie Sie andere unterstützen können. Auf diese Weise bauen Sie sich strategisch ein wirksames Netzwerk mit wertvollen beruflichen Kontakten auf. Diese werden Ihnen bei Bedarf ebenso gerne helfen.

Zusammenfassend sei festgestellt: Mit etwas Routine, Mut und Offenheit – und vor allem viel Wertschätzung – können Sie bestehende Hemmungen abbauen. Weiterhin können Sie die Zeit sinnvoll nutzen und auch als introvertierte Führungskraft schrittweise beginnen. Gleichzeitig können Sie sich von der Masse abheben. Denn beim Networking für Führungskräfte können Sie wie bei einer Bewerbung Ihre Einzigartigkeit zeigen. Dazu empfehle ich Ihnen, Ihr Profil zu schärfen. Das heißt, Ihre persönliche Marke zu definieren und kommunizieren, was Sie als Führungskraft auszeichnet und welchen Mehrwert Sie bieten können.

The Boardroom bietet Raum für Austausch auf Augenhöhe.

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Erfolgreich Netzwerken

Ob Sie als Führungskraft ein gutes Netzwerk haben, hängt von der Qualität Ihrer Kontakte und Ihrem Nutzen ab.

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